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Allgemein

Abschlusszeugnisse für die Absolventinnen und Absolventen im SJ25/26

By Allgemein, WS

Nach dem erfolgreichen Abschluss der letzten Prüfungen erhalten die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule sowie des Berufskollegs in dieser Woche ihre Abschlusszeugnisse. Die Zeugnisübergabe findet im Rahmen kleiner Feierstunden statt, bei denen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Zeugnisse überreichen. Darüber hinaus zeichnet die Schulleitung besondere Leistungen mit Preisen und Belobigungen aus.

Das WG West gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahrgangs 2025/26 herzlich zu ihrem erfolgreichen Schulabschluss und wünscht ihnen für ihren weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.

Klasse WS2/1

Klasse WS2/2

Klasse BK2/1

Klasse BK2/2

Klasse BK2/3

Klasse BK1/1

Klasse BK1/2

Klasse BK1/3

Klasse BK1/4

Klasse BK1/5

Klasse BK1/6

Klasse BK1/7

Indien-Austausch 2026 – Zwei Wochen zwischen Geschichte, Kultur und Gastfreundschaft

By Allgemein, WG

Vom 3. bis 17. Januar 2026 hatten acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums West gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Sardi und Frau Bauer die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch mit der Bombay International School teilzunehmen. Ziel des Austauschs war es, internationale Kontakte zu knüpfen, die englischen Sprachkenntnisse zu verbessern und vor allem die kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Indien kennenzulernen.

Unsere Reise begann mit dem Flug von Stuttgart über Istanbul nach Delhi. Von dort aus führte uns eine Rundreise durch verschiedene Regionen Nordindiens, bevor wir schließlich nach Mumbai flogen und dort eine Woche bei unseren Gastfamilien verbrachten.

Rundreise durch Nordindien

Delhi und Neu-Delhi – Geschichte und Gegenwart

Unsere erste Station war Delhi, beziehungsweise Neu-Delhi. Die indische Hauptstadt gehört mit über 30 Millionen Einwohnern zu den größten Metropolregionen der Welt. Gemeinsam mit lokalen Guides erkundeten wir die Stadt und erhielten einen ersten Eindruck von der Vielfalt Indiens.

Zu den ersten Sehenswürdigkeiten gehörte das Qutb Minar, ein etwa 73 Meter hohes Minarett aus dem 12. Jahrhundert. Als UNESCO-Weltkulturerbe gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der frühen islamischen Herrschaft in Indien. Besonders beeindruckend waren die detailreichen Steinmetzarbeiten und die Größe des Bauwerks.

Anschließend besuchten wir das India Gate, eines der bekanntesten Wahrzeichen Neu-Delhis. Das monumentale Tor erinnert an die indischen Soldaten, die während des Ersten Weltkriegs ihr Leben verloren. Ähnlich wie der Arc de Triomphe in Paris dient es heute als nationaler Erinnerungsort und beliebter Treffpunkt.

Ein weiteres Highlight war das Humayun-Mausoleum. Das im 16. Jahrhundert errichtete Grabmal des Mogulkaisers Humayun gilt als architektonischer Vorläufer des Taj Mahal. Die weitläufigen Gartenanlagen und die beeindruckende Symmetrie des Gebäudes gaben uns bereits einen ersten Eindruck von der Baukunst der Mogulzeit.

Besonders lebendig wurde unsere Delhi-Erkundung durch eine Altstadttour in traditionellen Fahrrad-Rikschas. Dabei konnten wir das geschäftige Treiben der Märkte, die engen Straßen und die Vielzahl an Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken hautnah erleben.

Außerdem besichtigten wir die Jama Masjid, eine der größten Moscheen Indiens. Das gewaltige Bauwerk wurde im 17. Jahrhundert unter dem Mogulkaiser Shah Jahan erbaut, der später auch den Bau des Taj Mahal in Auftrag gab. Von den erhöhten Bereichen der Moschee bot sich ein beeindruckender Blick über die Altstadt Delhis.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch des Bangla Sahib Gurudwara, eines bedeutenden Sikh-Tempels. Dort lernten wir die Grundprinzipien der Sikh-Religion kennen, insbesondere die Idee der Gleichheit aller Menschen. Beeindruckend war vor allem die große Gemeinschaftsküche, in der täglich tausende Menschen kostenlos mit Essen versorgt werden – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder ihrem sozialen Status.

Agra – Das Taj Mahal und seine Geschichte

Nach unserem Delhi-Aufenthalt reisten wir weiter nach Agra. Die Stadt ist weltweit vor allem für das Taj Mahal bekannt, das für viele von uns den Höhepunkt der gesamten Rundreise darstellte.

Das Taj Mahal wurde im 17. Jahrhundert durch den Mogulkaiser Shah Jahan als Mausoleum für seine verstorbene Ehefrau Mumtaz Mahal errichtet. Das vollständig aus weißem Marmor bestehende Bauwerk gilt heute als eines der sieben neuen Weltwunder und als Symbol ewiger Liebe. Besonders beeindruckend waren die perfekte Symmetrie der Anlage, die kunstvollen Verzierungen und die Geschichte des Bauwerks.

Ergänzend dazu besuchten wir eine Werkstatt für traditionelle Marmorintarsienkunst, auch Pietra Dura genannt. Dabei werden kleine Halbedelsteine von Hand in Marmor eingesetzt, um kunstvolle Muster und Bilder zu erzeugen. Viele der Techniken werden heute noch ähnlich ausgeführt wie zur Zeit des Baus des Taj Mahal. Dadurch konnten wir nachvollziehen, mit welchem enormen handwerklichen Aufwand der Bau des Mausoleums einherging.

Der Besuch des Sheroes Hangout Cafés machte uns besonders nachdenklich. Das Café wird von Frauen betrieben, die Opfer von Säureangriffen wurden. Neben der Möglichkeit, dort etwas zu essen oder zu trinken, setzt sich die Organisation für Aufklärung und Unterstützung der Betroffenen ein. Der Besuch zeigte uns eine andere Seite Indiens und machte deutlich, mit welchen gesellschaftlichen Herausforderungen manche Menschen konfrontiert sind.

Ländliches Rajasthan – Einblicke in Tradition und Alltag

Nach den Großstädten führte uns unsere Reise in eine ländliche Region nahe Jaipur. Dort konnten wir das Leben außerhalb der Metropolen kennenlernen.

Auf einem traditionellen Anwesen erhielten wir eine Führung über das Gelände und erfuhren mehr über die Lebensweise in ländlichen Regionen Rajasthans. Der Kontrast zu den hektischen Großstädten war deutlich spürbar.

Besonders beeindruckend war der Besuch des Abhaneri Stepwell, eines historischen Stufenbrunnens aus dem 8./9. Jahrhundert. Die Anlage besteht aus tausenden symmetrisch angeordneten Stufen, die zu einem tiefen Wasserreservoir führen. Solche Bauwerke dienten früher der Wasserversorgung in den trockenen Regionen Nordindiens und zeigen eindrucksvoll die Ingenieurskunst vergangener Jahrhunderte.

Während unseres Aufenthalts durften wir außerdem einer kleinen religiösen Hindu-Zeremonie beiwohnen. Dadurch erhielten wir einen Einblick in die religiöse Tradition, die für viele Menschen in Indien noch heute eine wichtige Rolle im Alltag spielt.

Ein besonderes Erlebnis war das Tragen traditioneller indischer Kleidung. Dadurch konnten wir nicht nur die kulturellen Traditionen besser kennenlernen, sondern auch nachvollziehen, welchen Stellenwert Kleidung bei Festen und religiösen Anlässen hat.

Jaipur – Die rosarote Stadt

Unsere letzte Station der Rundreise war Jaipur, die Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan. Die Stadt wird häufig als „Pink City“ bezeichnet, da viele Gebäude im historischen Zentrum in charakteristischen Rosatönen gehalten oder aus rosarotem Stein gebaut sind. Weiterhin ist Jaipur für seine Textilkunst bekannt.

Auf dem Weg nach Jaipur besuchten wir zunächst den sogenannten Affentempel (Galta Ji). Der Tempelkomplex liegt zwischen Hügeln außerhalb der Stadt und ist für seine zahlreichen freilebenden Affen bekannt. Gleichzeitig handelt es sich um einen bedeutenden hinduistischen Pilgerort mit mehreren Tempeln und Wasserbecken.

Ein eher ungewöhnliches, aber sehr interessantes Erlebnis war der Besuch eines Bollywood-Films im traditionsreichen Golcha Cinema. Bollywood-Filme gehören zu den wichtigsten Bestandteilen der indischen Popkultur. Die Begeisterung des Publikums im Kinosaal war deutlich intensiver als das, was wir aus Deutschland gewohnt sind. Da der Film nicht auf Englisch synchronisiert war, war es für uns zwar etwas schwieriger der Handlung zu folgen, aber schon alleine die Vibes waren der Erfahrung wert. Die Kunstform Film hat in Indien ganz eigene gestalterische Elemente und wirkt wesentlich lebendiger als klassisch westliche Produktionen. Ob einem dieser Stil zusagt, muss jeder für sich selbst entscheiden, unterhaltsam war unser Bollywood-Erlebnis aber auf jeden Fall.

Außerdem besichtigten wir das Amber Fort, eine der bekanntesten Festungsanlagen Rajasthans. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente den Herrschern der Region als Residenz. Besonders beeindruckend waren die riesigen Mauern, die kunstvoll gestalteten Innenhöfe und die Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Das Fort vermittelte einen Eindruck von der Bedeutung und dem Reichtum der ehemaligen Rajputen-Herrscher.

Nach unserem Aufenthalt in Jaipur flogen wir am 11. Januar weiter nach Mumbai.

Eine Woche in Mumbai – Leben in Gastfamilien

Der zweite Teil unserer Reise stand ganz im Zeichen des eigentlichen Schüleraustauschs. Während unseres Aufenthalts lebten wir bei Gastfamilien und konnten dadurch den Alltag indischer Familien unmittelbar erleben.

Bereits am Ankunftstag wurden wir am Flughafen herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Viele von uns verbrachten den Abend gemeinsam mit ihren Austauschpartnern und deren Familien, machten Sport oder erkundeten die Stadt.

Montag

Am Montag wurden wir offiziell an der Bombay International School begrüßt. Nach einer Willkommenszeremonie erhielten wir einen Rundgang über das Schulgelände und bekamen einen ersten Eindruck vom indischen Schulsystem.

Anschließend besuchten wir die Jai Vakeel Foundation, eine Organisation, die Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen unterstützt. Der Besuch zeigte uns, wie Inklusion und Förderung in Indien umgesetzt werden. Es freute uns in diesem Rahmen eine Spende unserer Fairtrade AG an die Jai Vakeel Foundation überreichen zu können.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen nahmen wir an einem Bollywood-Tanzunterricht teil. Dem Tanzen kommt in Indien eine bedeutende kulturelle Rolle zu, weswegen es auch im Schulalltag einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland hat.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir den Babulnath-Tempel, einen der ältesten Hindu-Tempel Mumbais. Der Tempel ist dem Gott Shiva gewidmet und bietet zudem einen beeindruckenden Blick über Teile der Stadt.

Dienstag

Eines der Highlights der gesamten Mumbai-Woche war für viele von uns der Ausflug zur Insel Elephanta.

Die Insel liegt vor der Küste Mumbais und ist vor allem für ihre Höhlentempel bekannt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Tempelanlagen entstanden vermutlich zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert. Besonders beeindruckend waren die monumentalen Götter-Darstellungen, die aus dem Felsen herausgearbeitet wurden.

Da ich mich schon immer für Mythologien verschiedener Kulturen interessiert habe, gehörte dieser Tag zu meinen persönlichen Favoriten. Die Vielzahl an Geschichten und Symbolen rund um die hinduistischen Gottheiten machte die Besichtigung besonders spannend.

Mittwoch

Am Mittwoch erhielten wir einen tieferen Einblick in den Schulalltag unserer Austauschpartner.

Wir nahmen an einer Economics-Stunde teil und konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und indischen Unterricht beobachten. Anschließend besuchten wir einen Kunstworkshop, bei dem uns eine traditionelle lokale Kunstform vorgestellt wurde.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir den Chanakya Embroidery Workshop. Dort wird hochwertige Handstickerei für internationale Modehäuser hergestellt. Besonders beeindruckend waren die Präzision und Geduld, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft monatelang an den Kunstwerken arbeiten.

Donnerstag

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen gemeinsamer Freizeitaktivitäten mit unseren Austauschpartnern.

Im Willingdon Sports Club verbrachten wir den Tag beim Schwimmen, Tischtennisspielen und anderen sportlichen Aktivitäten. Solche gemeinsamen Unternehmungen waren eine wunderbare Gelegenheit, um neue Freundschaften zu knüpfen und unsere Austauschpartner besser kennenzulernen.

Freitag

Am letzten offiziellen Programmtag besuchten wir zunächst den ISKCON-Tempel in Chowpatty. Die ISKCON-Bewegung ist weltweit als Hare-Krishna-Bewegung bekannt und engagiert sich unter anderem für religiöse Bildung und soziale Projekte. Im Tempelinneren gab es viele Puppen und Figuren von Heiligen. Insbesondere in der Haupt-Zeremonienhalle gab es einen fast gänzlich vergoldeten und einer Göttin gewidmeten Schrein.

Anschließend nahmen wir an einer Yogastunde teil. Yoga hat seinen Ursprung in Indien und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil vieler spiritueller und gesundheitlicher Traditionen. Danach unternahmen wir einen Spaziergang in einer Parkanlage nahe der Schule.

Ein weiterer Programmpunkt war das Mani Bhavan Gandhi Sangrahalaya. Das ehemalige Wohnhaus Mahatma Gandhis dient heute als Museum und dokumentiert wichtige Stationen seines Lebens sowie seines gewaltfreien Widerstands gegen die britische Kolonialherrschaft.

Den Abschluss bildete eine feierliche Abschiedszeremonie mit Tanzaufführungen und gemeinsamen Erinnerungen an eine ereignisreiche Woche.

Neben dem offiziellen Programm verbrachten wir an allen Tagen viel Zeit mit unseren Gastfamilien und Austauschpartnern. Zu unseren Freizeitaktivitäten zählten Bowling, Pickleball, Basketball, Restaurantbesuche, Spaziergänge an der Promenade, Tuk-Tuk-Fahrten, Shoppingtouren und viele Gespräche über unseren Alltag in Deutschland und Indien.

Persönliche Eindrücke und Erkenntnisse

Die Reise war für mich vor allem eines: unglaublich eindrucksvoll. Es gab keinen langweiligen Moment. Besonders beeindruckt haben mich die enorme kulturelle Vielfalt, die jahrtausendealte Geschichte des Landes und die Offenheit vieler Menschen, denen wir begegnet sind.

Gleichzeitig wurden wir auch mit Herausforderungen konfrontiert. Die sichtbare Armut in den Großstädten war teilweise schockierend und machte deutlich, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in verschiedenen Teilen der Welt sein können. Auch die Luftqualität in manchen Städten sowie der oft chaotisch wirkende Straßenverkehr unterschieden sich sichtlich von dem, was wir aus Deutschland gewohnt sind.

Interessant war außerdem zu beobachten, welche Rolle Respekt und Hierarchien im indischen Alltag spielen. Älteren Menschen wird häufig eine besondere Wertschätzung entgegengebracht, die im täglichen Leben deutlich sichtbar ist. Besonders nah konnte ich das erleben, als ich die Ehre hatte, die Großeltern meines Austauschpartners kennen zu lernen. Wir setzten uns erst als die Großeltern bereits saßen, sie begannen und beendeten alle Gesprächsthemen. Dieses Erlebnis zeigte mir, dass Respekt gegenüber Älteren, vor allem wegen Ihrer Weisheit, eine wichtige Rolle spielt.

Beeindruckend fand ich, wie unterschiedlich Lebensrealitäten trotz ähnlichen Alters sein können. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Menschen auf der ganzen Welt oft viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Unsere Gastfamilien haben uns mit großer Herzlichkeit aufgenommen und uns vom ersten Tag an das Gefühl gegeben, willkommen zu sein.

Auch der Einblick in das indische Schulsystem empfand ich spannend. Neben klassischen Unterrichtsfächern spielen kreative Angebote wie Tanz, Yoga oder Schauspiel eine deutlich größere Rolle als an vielen deutschen Schulen.

Rückblickend hat uns der Austausch nicht nur neue Freundschaften ermöglicht, sondern auch unseren Blick auf andere Kulturen erweitert. Indien verfügt über eine faszinierende Geschichte sowie über eine enorme religiöse und kulturelle Vielfalt, die es zu entdecken gibt. Gerade für Menschen, die sich für Mythologie, Geschichte und Religion interessieren, bietet das Land eine unglaublich große Vielfalt an Erzählungen und Traditionen.

Die Erfahrungen, Begegnungen und Freundschaften dieser zwei Wochen werden uns allen noch lange in Erinnerung bleiben und zeigen, wie wertvoll internationale Begegnungen für das gegenseitige Verständnis sein können. Allen zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe kann ich absolut empfehlen am kommenden Indienaustausch teilzunehmen; es lohnt sich.

Text: Johann S.

Rückbesuch der BIS Mumbai am Wirtschaftsgymnasium West vom 11. – 18.04.2026

Nach unserem eigenen Aufenthalt in Indien war es endlich so weit: Unsere indischen Austauschpartner*innen kamen zu uns nach Deutschland! Am Samstag, dem 11.04.2026, haben wir sie am Stuttgarter Hauptbahnhof empfangen – der Start in eine Woche voller unvergesslicher gemeinsamer Erlebnisse.

Während der Samstag und der Sonntag ganz im Zeichen der Gastfamilien standen, begann ab Montag das offizielle Programm am WG West. Unsere Gäste begleiteten uns in unseren Schulstunden, bekamen eine Schulhausführung und konnten so unseren Schulalltag hautnah miterleben. Anschließend sorgte eine Stuttgart-Schnitzeljagd für Action und gute Stimmung – eine perfekte Mischung aus Teamwork und Spaß.

Am Dienstag ging es früh los in Richtung Schwarzwald. Unser erstes Ziel war der Mummelsee – allerdings zeigte sich dieser von seiner mystischen Seite: dichter Nebel statt Panorama. Trotzdem (oder gerade deswegen) hatte der Ort eine ganz besondere Atmosphäre und begeisterte unsere indischen Austauschgäste. Danach ging es weiter nach Baden-Baden, eine der berühmtesten Kurstädte Europas. Bei unserer gemeinsamen Stadterkundung konnten wir eine ideale Mischung zwischen Kultur und Natur erleben.

Am Mittwoch stand nach dem gemeinsamen Besuch des Unterrichts ein Ausflug nach Ludwigsburg auf unserem Programm. Durch den Favoritepark spazierten wir zum Schloss Ludwigsburg, wo wir die „Klassische Schlossführung Herzog“ in englischer Sprache hatten. Unsere indischen Austauschpartner*innen und wir waren insbesondere von den barocken und klassizistischen Räumen des Residenzschlosses Ludwigsburg sowie der Bildergalerie mit ihren Deckenfresken und Porträts fasziniert.

Ein echtes Highlight folgte am Donnerstag mit unserer Betriebsbesichtigung bei Porsche. Diese ermöglichte uns nicht nur spannende Einblicke in die Produktion und die Technik, sondern auch eine praktische Verknüpfung mit unserem wirtschaftswissenschaftlichen Theoriewissen. Der anschließende Museumsbesuch bot unseren Austauschpartner*innen und uns ein vertieftes Eintauchen in die Porsche-Welt sowie ein ganz besonderes Erlebnis: Das Probesitzen in einem Porsche 911.

Am Freitag war leider schon unser letzter gemeinsamer Schultag gekommen. Nach dem gemeinsamen Unterricht konnten unsere Gäste und wir Stuttgart bei bestem Wetter auf dem Fernsehturm von der Vogelperspektive aus erkunden.

Bei der daran anschließenden Abschlussfeier am WG West herrschte gute Stimmung, denn unsere gemeinsame Woche war ein ganz besonderes Erlebnis gewesen. Unsere Austauschpartner*innen und wir haben es sehr genossen, gemeinsam unterwegs zu sein, Stuttgart zu entdecken und einfach Zeit miteinander zu verbringen.

Am Samstagmorgen hieß es dann leider schon Abschied nehmen. Am Stuttgarter Hauptbahnhof verabschiedeten wir unsere Gäste – das Ende einer intensiven, erlebnisreichen Woche voller Ausflüge, neuer Eindrücke und unvergesslicher Momente.

Unser Austausch mit der Bombay International School wird uns allen in bester Erinnerung bleiben.

Text: Emelie M. & Paula L.

JG1/2 und JG1/4 im Kunstmuseum Stuttgart – Workshop „Märchen, Macht und Männlichkeit“

By Allgemein, WG

Am 03.07.2026 besuchte der Deutschkurs der JG1/2+4 von Herrn Kölblin den Workshop „Märchen, Macht und Männlichkeit“ im Kunstgebäude Stuttgart, angeboten im Rahmen der Ausstellung „Das kalte Herz“. Die Ausstellung stellt Wilhelm Hauffs gleichnamiges Schwarzwald Märchen von 1827 erstmals in den Dialog mit zeitgenössischer Kunst und nutzt den Märchenstoff als Ausgangspunkt, um Themen wie Identität, Gier und emotionale Isolation vor dem Hintergrund von Industrialisierung und Kapitalismus zu reflektieren.

Der dreistündige Workshop ging der Frage nach, was „Mann-sein“ heute bedeutet und wie Vorstellungen von Männlichkeit durch gesellschaftliche Erwartungen, Rollenbilder und zunehmend durch soziale Medien geprägt werden. Ausgehend von den ausgestellten Kunstwerken, dem Märchenstoff und aktuellem Social-Media-Content wurde diskutiert, welche Bilder von Stärke, Erfolg und Empathie unser Denken bestimmen und wie sich Geschlecht als soziales Konstrukt verstehen lässt. Der Ablauf gliederte sich in drei Teile: eine geführte Tour durch die Ausstellung, eine Diskussionsrunde zu vorhandenen Rollenbildern sowie einen kreativen Abschluss, in dem die Schüler:innen eigene Positionen künstlerisch verarbeiten konnten.

Insgesamt war es ein bereichernder Nachmittag, der zeigte, wie aktuell ein über 200 Jahre altes Märchen noch sein kann, wenn man es mit den richtigen Fragen an die Gegenwart heranträgt.

Text und Bilder: KOE

Gemeinsamer Schuljahresabschluss im Europa-Park: Nervenkitzel und Sommerhitze für die BK1

By Allgemein, BK1

Ein ereignisreiches und erfolgreiches Schuljahr neigt sich dem Ende zu – und das musste gebührend gefeiert werden. Für die Klassen der BK1 ging es deshalb zum traditionellen Schuljahresabschluss in den Europa-Park nach Rust. Ein Tag voller Action, Spaß und unvergesslicher Teammomente war garantiert.

Schon früh am Morgen startete die Gruppe voller Vorfreude in Richtung Freizeitpark. Vor Ort warteten weltbekannte Attraktionen wie der „Silver Star“ oder die Katapultachterbahn „Blue Fire“ auf die Schülerinnen und Schüler. Ob spektakuläre Loopings, steile Abfahrten oder rasante Kurven – für jeden Adrenalinkick-Fan war das passende Highlight dabei. Neben dem Nervenkitzel in den Fahrgeschäften stand vor allem die gemeinsame Zeit als Klassenstufe im Vordergrund.

Der Ausflug forderte der Gruppe dieses Mal allerdings auch körperlich einiges ab. Das lag nicht nur an den Kräften der Achterbahnen, sondern vor allem an den extremen hochsommerlichen Temperaturen. Die Sonne meinte es fast schon zu gut mit den Ausflüglern. Trotz großzügigem Einsatz von Sonnencreme und der Suche nach Schattenplätzen hinterließ das lange Warten in den Warteschlangen bei einigen Spuren. So nahm der eine oder andere neben großartigen Erinnerungen leider auch einen ordentlichen Sonnenbrand als ungeplantes Souvenir mit nach Hause.

Dem rundum gelungenen Tag tat das Wetter jedoch keinen Abbruch. Die Stimmung blieb bis zur Heimreise fantastisch. Dieser Ausflug war der perfekte Abschluss für das gemeinsame Schuljahr und hat den Zusammenhalt innerhalb der BK1 noch einmal sichtlich gestärkt. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, die diesen besonderen Tag möglich gemacht und begleitet haben. Die BK1 verabschiedet sich damit glücklich und erschöpft in die wohlverdienten Sommerferien!

Text und Bild: SCW

Von Bordeaux bis Paris: Die BK2/3 auf Tour de France

By Allgemein, BK2

Vom 08.-13. Juni 2026 hat die Klasse BK2/3 eine unvergessliche Reise durch Frankreich unternommen – eine Mischung aus Kultur, Abenteuer und französischem Flair. Von den kleinen Gassen Bordeauxs über die Wellen im Atlantik bei Arcachon bis hin zum pulsierenden Paris: Diese Abschlussfahrt war alles andere als langweilig!

 

Bordeaux: Kultur und Genuss

Mit dem TGV ging es zunächst nach Bordeaux, wo die Schüler:innen die Stadt auf eigene Faust erkundeten. Zwischen historischen Gebäuden, Insta-Spots und typisch französischen Cafés gab es reichlich Gelegenheit, die Stadt zu erleben. Natürlich durfte auch der kulinarische Teil nicht zu kurz kommen: In den zahlreichen Boulangeries und Bouillons (aber leider auch beim Fastfood…) konnte man sich verwöhnen lassen.

 

Arcachon: Surfen und Survival-Trip

Das absolute Highlight der Reise war der Surfkurs in Arcachon. Doch bevor es ins kühle Nass ging, stand eine unverhoffte Herausforderung bevor. Zu den perfekten Wellen mussten wir kilometerweit durch tiefen Sand marschieren – wer braucht schon ein Fitnessstudio, wenn man so seine Waden und den Po trainieren kann? Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Die Wellen der Atlantikküste und das Gefühl, zum ersten Mal auf dem Brett zu stehen, waren einfach unbezahlbar.

Mit einem Abstecher in Cap Ferret endete dieser Tag am Meer – wenn auch etwas früher als geplant, da wegen eines Streik bei der Französischen Bahn einige Züge ausfielen.

Und ja, der Muskelkater am nächsten Tag war real – aber die Erinnerungen und das stolze Lächeln der Schüler:innen noch viel mehr!

 

Paris: Flair, Fashion und Panorama

Mit diesen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck ging es weiter in die Hauptstadt der Liebe. Und hier wuchs die Gruppe an: Fünf Schüler:innen aus der Parallelklasse stießen dazu, und gemeinsam wurde Paris unsicher gemacht. Ob entspannt auf einer Bootsfahrt auf der Seine, mondän bei einem Besuch in den Galeries Lafayette mit atemberaubendem Blick über die Stadt, ob beim funkelnden Eiffelturm am Trocadero oder doch lieber beim Verfolgen der Fußball-WM auf dem Handy in der Hotellobby – in Paris war für alle etwas dabei.

 

Ein Abenteuer, das bleibt

Und dann ging es am Samstagmorgen schon wieder zurück nach Stuttgart. Bevor wir ein letztes Mal in den TGV stiegen, deckten wir uns noch mit leckeren belegten Baguettes in einer Boulangerie ein und dann hieß es auch schon „au revoir“!

Eines haben die Schülerinnen und Schüler während dieser Abschlussfahrt bewiesen: Sie können viel laufen! Denn am Ende der Reise stand die Bilanz von knapp 100.000 Schritten, volle Kameraspeicher und eine Klasse, die den Abschluss ihrer Schulzeit zelebriert hat.

 

Die Tour de France der BK2/3 war ein Abenteuer, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text: BIT
Bilder: SCW

Superblock West: Schülerinnen und Schüler engagieren sich im Stadtteil für eine grüne Stadtentwicklung

By Allgemein

Am Dienstag, 19.05. wurde das neue „Parklet“ in der Hasenbergstraße (Ecke Rotebühhlstraße) als Teil des „Superblocks West“ von Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftsgymnasiums West feierlich eröffnet.

 

Unter Anleitung von Architektinnen und Architekten der Initiative Quartierswerkstatt und Studio Malta sowie mit Unterstützung von Freiwilligen der Anwohnendeninitiative „Superblock West“ und Mitgliedern des Jugendrats haben rund 15 Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums West bei den Projekttagen am Ende des Schuljahrs 2024/25 Holzmöbel für ein Pausen-Parklet im Superblock West angefertigt. Die Bänke und Tische wurden zwischenzeitlich auf dem Schulhof der Schule genutzt, ehe sie nun auf die Straße gestellt werden konnten. Es hat mehrere Monate gedauert, bis der Bezirksbeirat Stuttgart-West das Parklet in der Hasenbergstraße in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs des WG West in der Rotebühlstraße 101 genehmigt hat.

 

Die Idee verfolgt sowohl ökologische als auch soziale Ziele. Durch die Aufwertung von Parkplätzen in sogenannte Parklets soll einerseits der Autoverkehr reduziert und andererseits öffentlicher Raum für die Allgemeinheit zurückgewonnen werden. Nun haben die Schülerinnen und Schüler des WG West und der benachbarten KS1 die Möglichkeit, unmittelbar vor den Toren ihrer Schulen Platz zu nehmen, um sich zu treffen, in Ruhe zu essen oder einfach eine Pause einzulegen. Mit ihrem Engagement haben die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für den Stadtteil West übernommen. „Es hat richtig Spaß gemacht, das Projekt zu planen und zu bauen“, kommentierte eine Schülerin der Jahrgangsstufe 1 rückblickend auf die Projekttage im Juli 2025.

 

An der feierlichen Eröffnung nahmen neben den beteiligten Schülerinnen und Schülern, der Schulleitung und den Lehrerinnen und Lehrern des WG West, auch Mitglieder des Jugendrats und des Bezirksbeirats sowie Freiwillige der Anwohnendeninitiative „Superblock West“ sowie Bezirksvorsteher Bernhard Mellert, der das Engagement der Schülerinnen und Schüler für den Bezirk West lobte, teil.

Text und Bilder: BIT

Neuer KI-Chatbot am WG West in Bezug auf Religionen

By Allgemein, WS

Viele Menschen sind nicht religiös aufgewachsen und suchen nach Religion oder Antworten auf spirituelle oder religiöse Fragen. Andere sind religiös aufgewachsen und stellen sich Fragen nach anderen Religionen: Warum glauben Menschen (an Gott)? Wie hilft der Glauben bei Problemen? Und viele weitere mehr…

Unser Chatbot „religio – dein Dialog über Religion“ kann dabei helfen, Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Dafür haben wir, Schülerinnen und Schüler aus dem Religionsunterricht der WS2, religiöse Perspektiven von Mitschülerinnen und Mitschülern durch einen Fragebogen gesammelt und die Antworten in eine KI hochgeladen. Herausgekommen ist ein Chatbot für alle, die sich religiöse Fragen stellen.

Geben sie ihre Fragen zu Religion ein und der Chabot religio wird ihre Frage beantworten. Er erklärt Antworten, lässt verschiedene Perspektiven einfließen und ermöglicht einen Dialog über Glauben und Religion. Der Chatbot kann den eigenen Horizont erweitern.

Wir hoffen, dass wir ihnen mit unserem Chatbot bei ihren Fragen weiterhelfen können. Hier können sie persönliche Fragen loswerden, die man so oft nicht stellen kann.

Bitte beachten sie: KI kann auch Fehler machen. Überprüfen Sie Erklärungen des Chatbots.

Viel Spaß wünscht die Religionsklasse der WS2

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

By Allgemein

Am 02. Februar 2026 fand in der Sporthalle des Wirtschaftsgymnasiums West in Stuttgart eine Podiumsdiskussion zu den Themen Wirtschaft und Bildung statt, die von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 vorbereitet und moderiert wurde. An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Parteien Die Linke (Mersedeh Ghazaei); SPD (Nicolas Fink); Die Grünen (Muhterem Aras); FDP (Claudia Schober); CDU (Teresa Schreiber) sowie der AfD (Christian Köhler) teil. Ziel der Podiumsdiskussion war es, die unterschiedlichen politischen Positionen und Konzepte der Parteien zu zentralen wirtschafts- und bildungspolitischen Fragestellungen darzulegen und auch gegenüberzustellen. Die Veranstaltung bot den Anwesenden die Möglichkeit, Einblicke in die Programme der Parteien zu gewinnen und sich ein differenziertes Bild der jeweiligen Standpunkte zu machen.

 

Im Mittelpunkt der Debatte stand zunächst das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Klimaschutz und sozialer Verantwortung. Die FDP betonte die Notwendigkeit der sozialen Marktwirtschaft und stellte klar, dass wirtschaftliches Wachstum eine zentrale Voraussetzung für Wohlstand und Beschäftigung sei. Gleichzeitig wies sie den Vorwurf zurück, Klimaschutz zu vernachlässigen, und sprach sich (anders als die AfD) ausdrücklich für Maßnahmen zur CO₂-Reduktion aus. Dabei forderte die FDP einen schrittweisen Rückgang von CO₂- Zertifikaten, Technologieoffenheit sowie die weitere Erforschung von E-Fuels, insbesondere mit Blick auf den Innovationsstandort Baden-Württemberg.

Die Grünen stellten heraus, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz untrennbar zusammenhangen. Wachstum solle künftig durch klimafreundliche Technologien generiert werden. Den Vorwurf der FDP, europäische Abkommen seien allein grüne Projekte, wiesen sie zurück und verwiesen auf die gemeinsame Verantwortung mehrerer Parteien. Die AfD hingegen sprach von einer „Klimapanik“, für die es keine Grundlage gebe. Sie argumentierte, dass die Zahl von Umweltkatastrophen weltweit sinke, und forderte eine grundlegende Kehrtwende in der Klimapolitik. Insbesondere kritisierte sie das ,,Verbrenner-aus“, das der Wirtschaft in Baden-Württemberg die Basis entzogen habe. Die SPD reagierte auf diese Aussagen zurückhaltend und erklärte, die Argumente der AfD sprachen für sich. Sie machte jedoch deutlich, dass der Klimawandel menschengemacht sei und deshalb politisches Handeln erforderlich bleibe. Auch die CDU bekannte sich grundsätzlich zum Klimaschutz, betonte jedoch, dass dieser finanzierbar bleiben müsse. Sie forderte Offenheit bei technologischen Lösungen, insbesondere beim ,,Verbrenner-aus“ und sprach sich für die Einhaltung der bestehenden Klimaziele aus.

Die Linke brachte sowohl in der Klima- als auch in der Migrationsdebatte eine soziale Perspektive ein. Migration dürfe nicht allein unter dem Aspekt der Fachkräfte betrachtet werden, da es sich in erster Linie um Menschen handele. Zudem verwies sie auf Rüstungspolitik als eine der Ursachen von Flucht. Beim Klimaschutz forderte sie, Arbeitsplatze und ökologische Ziele zusammenzudenken, sprach sich klar gegen den Verbrennungsmotor aus und betonte, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz gemeinsam verfolgt werden mussten. Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der Arbeit, insbesondere vor dem Hintergrund des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz. Auf die Frage, wie Arbeitsplatze künftig gesichert werden können, setzte die CDU auf starke Unternehmen, wirtschaftliche Entfesselung und Wachstum. FDP und SPD hoben Investitionen in Bildung als entscheidenden Faktor hervor, während die AfD vor allem innere und äußere Sicherheit als Grundlage für stabile Beschäftigung nannte. Im zweiten Themenblock stand die Bildungspolitik im Fokus. In einer Blitzfrage zur Verwendung von 100 Millionen Euro für Schulen plädierten CDU-Vertreter für eine Aufteilung auf Personal, Digitalisierung und Ausstattung. Die meisten Parteien, darunter Linke, FDP, Grune und AfD priorisierten zusätzliches Personal, während die SPD den Schwerpunkt auf digitale Ausstattung legte.

Beim Thema Sanierungsstau an Schulen räumte die SPD-Fehler ein und sprach von falschen Investitionsentscheidungen sowie mangelndem Mut zur Kreditaufnahme zugunsten einer „schwarzen Null“.

Die Grünen ergänzten, dass es insgesamt an ausreichender Unterstützung gefehlt habe. Die Linke kritisierte die Verteilung des Bildungsetats und forderte eine stärkere Finanzierung durch höhere Steuern für Wohlhabende, wobei soziale Politik oberste Priorität haben müsse. Die CDU stellte mehrere Reformansätze vor, darunter die Attraktivitätssteigerung pädagogischer Berufe, eine ganzheitlichere Bildungspolitik sowie ein verpflichtendes, kostenloses letztes Kindergartenjahr. Zudem sprach sie sich für die Rückkehr zu einem stärker gegliederten Schulsystem aus. Die AfD legte den Fokus auf Sprachförderung und Sozialarbeit, insbesondere im Kontext von Migration, und forderte einen Schulabschluss nur bei ausreichenden Deutschkenntnissen. Die Frage der Finanzierung blieb dabei offen. Die SPD wies diese Positionen scharf zurück, forderte eine angemessene Bezahlung von Lehrkräften und kritisierte die Vielzahl ständiger Reformen. Auch die gescheiterte Bildungsallianz wurde thematisiert, wobei die FDP betonte, dass das Scheitern nicht an der Opposition gelegen habe und alle notwendigen Stellen geschaffen werden mussten. Sie setzte zudem auf frühe Sprachforderung und mehr Chancengerechtigkeit, unabhängig vom Hintergrund der Familien. Die Grünen sprachen sich für bessere Ausstattung und eine sozialindexbasierte Ressourcenverteilung aus, während die SPD das Sitzenbleiben abschaffen wollte. Die Linke plädierte für mehr Sport im Schulalltag. Die AfD erklärte abschließend, die Schulen leisteten grundsätzlich gute Arbeit, kritisierte jedoch eine übermäßige „Reformitis“ als zentrales Problem der Bildungspolitik.

 

Zusammenfassend zeigte die Podiumsdiskussion, dass die Parteien in der Wirtschafts- und Bildungspolitik unterschiedliche Schwerpunkte setzen und teils gegensätzliche Lösungswege verfolgen. Besonders deutlich wurde, wie eng Themen wie Wirtschaft, Klimaschutz, soziale Verantwortung und Bildung miteinander verbunden sind. Die Diskussionen machten politische Unterschiede nachvollziehbar und regten dazu an, die vorgestellten Positionen kritisch zu hinterfragen. Für die Schülerinnen und Schuler bot die Veranstaltung somit eine gute Gelegenheit, politische Prozesse besser zu verstehen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Text: Lorena Muji (JG1/1)
Bilder: MEN

1. Platz für das WG West bei den Nachhaltigkeits-Challenges von MyClimate

By Allgemein

Am 26.02.2026 nahm die Klasse BK I-6 des WG West mit großer Motivation am Young Climathon teil – einem bundesweiten Wettbewerb, der von MyClimate Deutschland, einer Umwelt-NGO, organisiert wird. Ziel des Projekttages war es, SchülerInnen gemeinsam mit regionalen Unternehmen innovative und nachhaltige Lösungen für aktuelle Klimaschutz-Herausforderungen entwickeln zu lassen und junge Menschen gleichzeitig lernen, die Triade von Ökonomie-Ökologie-Soziales im Auge zu behalten.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Frage, wie Unternehmen ihren Energie- und Materialverbrauch senken und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Besonders interessant für die SchülerInnen war, dass die Challenges direkt von regionalen Betrieben (VPV-Versicherung, audius, moove.media, Volksbank Stuttgart, etc.) eingebracht wurden. So erhielten die Schülerinnen und Schüler reale und relevante Problemstellungen aus der Praxis und konnten ihre Ideen unternehmerisch und nachhaltig durchdenken. Nach den erfolgten Challenges konnte man sich mit Unternehmens-Vertretern über mögliche Praktika oder sogar Ausbildungs-Möglichkeiten informieren.

Ein Highlight für unsere Schule war die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen audius, das nach einer energieeffizienten Lösung für interne Energiespar-Prozesse suchte, denn zwei unserer SchülerInnen der BK I-6 entwickelten daraufhin in ihrer Gruppe eine innovative, energiesparende Erfindung, mit der sie sich gegen drei weitere Teams durchsetzen und die Jury überzeugten konnten.

Am Ende des Tages stand fest: 1. Platz für das WG West! Mit ihrer kreativen und zugleich praxisnahen Idee zeigten die beiden GewinnerInnen, Vinusha Nadarajah und Zipporah Kandiah, sehr eindrucksvoll, wie viel kreatives Denken, Innovationskraft und Interesse am Schutz unseres Planeten in jungen Köpfen steckt.

Die Teilnahme am Young Climathon war für die gesamte Klasse eine wertvolle Erfahrung. Neben Teamarbeit mit SchülerInnen anderer Schulen und kreativem Problemlösen konnten unsere SchülerInnen wichtige Einblicke in nachhaltiges Wirtschaften und zeitgemäßen Umweltschutz gewinnen – und ganz nebenbei einen großartigen Erfolg für das WG West feiern.

Text und Bilder: KOS