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Indien-Austausch 2026 – Zwei Wochen zwischen Geschichte, Kultur und Gastfreundschaft

By Allgemein, WG

Vom 3. bis 17. Januar 2026 hatten acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums West gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Sardi und Frau Bauer die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch mit der Bombay International School teilzunehmen. Ziel des Austauschs war es, internationale Kontakte zu knüpfen, die englischen Sprachkenntnisse zu verbessern und vor allem die kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Indien kennenzulernen.

Unsere Reise begann mit dem Flug von Stuttgart über Istanbul nach Delhi. Von dort aus führte uns eine Rundreise durch verschiedene Regionen Nordindiens, bevor wir schließlich nach Mumbai flogen und dort eine Woche bei unseren Gastfamilien verbrachten.

Rundreise durch Nordindien

Delhi und Neu-Delhi – Geschichte und Gegenwart

Unsere erste Station war Delhi, beziehungsweise Neu-Delhi. Die indische Hauptstadt gehört mit über 30 Millionen Einwohnern zu den größten Metropolregionen der Welt. Gemeinsam mit lokalen Guides erkundeten wir die Stadt und erhielten einen ersten Eindruck von der Vielfalt Indiens.

Zu den ersten Sehenswürdigkeiten gehörte das Qutb Minar, ein etwa 73 Meter hohes Minarett aus dem 12. Jahrhundert. Als UNESCO-Weltkulturerbe gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der frühen islamischen Herrschaft in Indien. Besonders beeindruckend waren die detailreichen Steinmetzarbeiten und die Größe des Bauwerks.

Anschließend besuchten wir das India Gate, eines der bekanntesten Wahrzeichen Neu-Delhis. Das monumentale Tor erinnert an die indischen Soldaten, die während des Ersten Weltkriegs ihr Leben verloren. Ähnlich wie der Arc de Triomphe in Paris dient es heute als nationaler Erinnerungsort und beliebter Treffpunkt.

Ein weiteres Highlight war das Humayun-Mausoleum. Das im 16. Jahrhundert errichtete Grabmal des Mogulkaisers Humayun gilt als architektonischer Vorläufer des Taj Mahal. Die weitläufigen Gartenanlagen und die beeindruckende Symmetrie des Gebäudes gaben uns bereits einen ersten Eindruck von der Baukunst der Mogulzeit.

Besonders lebendig wurde unsere Delhi-Erkundung durch eine Altstadttour in traditionellen Fahrrad-Rikschas. Dabei konnten wir das geschäftige Treiben der Märkte, die engen Straßen und die Vielzahl an Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken hautnah erleben.

Außerdem besichtigten wir die Jama Masjid, eine der größten Moscheen Indiens. Das gewaltige Bauwerk wurde im 17. Jahrhundert unter dem Mogulkaiser Shah Jahan erbaut, der später auch den Bau des Taj Mahal in Auftrag gab. Von den erhöhten Bereichen der Moschee bot sich ein beeindruckender Blick über die Altstadt Delhis.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch des Bangla Sahib Gurudwara, eines bedeutenden Sikh-Tempels. Dort lernten wir die Grundprinzipien der Sikh-Religion kennen, insbesondere die Idee der Gleichheit aller Menschen. Beeindruckend war vor allem die große Gemeinschaftsküche, in der täglich tausende Menschen kostenlos mit Essen versorgt werden – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder ihrem sozialen Status.

Agra – Das Taj Mahal und seine Geschichte

Nach unserem Delhi-Aufenthalt reisten wir weiter nach Agra. Die Stadt ist weltweit vor allem für das Taj Mahal bekannt, das für viele von uns den Höhepunkt der gesamten Rundreise darstellte.

Das Taj Mahal wurde im 17. Jahrhundert durch den Mogulkaiser Shah Jahan als Mausoleum für seine verstorbene Ehefrau Mumtaz Mahal errichtet. Das vollständig aus weißem Marmor bestehende Bauwerk gilt heute als eines der sieben neuen Weltwunder und als Symbol ewiger Liebe. Besonders beeindruckend waren die perfekte Symmetrie der Anlage, die kunstvollen Verzierungen und die Geschichte des Bauwerks.

Ergänzend dazu besuchten wir eine Werkstatt für traditionelle Marmorintarsienkunst, auch Pietra Dura genannt. Dabei werden kleine Halbedelsteine von Hand in Marmor eingesetzt, um kunstvolle Muster und Bilder zu erzeugen. Viele der Techniken werden heute noch ähnlich ausgeführt wie zur Zeit des Baus des Taj Mahal. Dadurch konnten wir nachvollziehen, mit welchem enormen handwerklichen Aufwand der Bau des Mausoleums einherging.

Der Besuch des Sheroes Hangout Cafés machte uns besonders nachdenklich. Das Café wird von Frauen betrieben, die Opfer von Säureangriffen wurden. Neben der Möglichkeit, dort etwas zu essen oder zu trinken, setzt sich die Organisation für Aufklärung und Unterstützung der Betroffenen ein. Der Besuch zeigte uns eine andere Seite Indiens und machte deutlich, mit welchen gesellschaftlichen Herausforderungen manche Menschen konfrontiert sind.

Ländliches Rajasthan – Einblicke in Tradition und Alltag

Nach den Großstädten führte uns unsere Reise in eine ländliche Region nahe Jaipur. Dort konnten wir das Leben außerhalb der Metropolen kennenlernen.

Auf einem traditionellen Anwesen erhielten wir eine Führung über das Gelände und erfuhren mehr über die Lebensweise in ländlichen Regionen Rajasthans. Der Kontrast zu den hektischen Großstädten war deutlich spürbar.

Besonders beeindruckend war der Besuch des Abhaneri Stepwell, eines historischen Stufenbrunnens aus dem 8./9. Jahrhundert. Die Anlage besteht aus tausenden symmetrisch angeordneten Stufen, die zu einem tiefen Wasserreservoir führen. Solche Bauwerke dienten früher der Wasserversorgung in den trockenen Regionen Nordindiens und zeigen eindrucksvoll die Ingenieurskunst vergangener Jahrhunderte.

Während unseres Aufenthalts durften wir außerdem einer kleinen religiösen Hindu-Zeremonie beiwohnen. Dadurch erhielten wir einen Einblick in die religiöse Tradition, die für viele Menschen in Indien noch heute eine wichtige Rolle im Alltag spielt.

Ein besonderes Erlebnis war das Tragen traditioneller indischer Kleidung. Dadurch konnten wir nicht nur die kulturellen Traditionen besser kennenlernen, sondern auch nachvollziehen, welchen Stellenwert Kleidung bei Festen und religiösen Anlässen hat.

Jaipur – Die rosarote Stadt

Unsere letzte Station der Rundreise war Jaipur, die Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan. Die Stadt wird häufig als „Pink City“ bezeichnet, da viele Gebäude im historischen Zentrum in charakteristischen Rosatönen gehalten oder aus rosarotem Stein gebaut sind. Weiterhin ist Jaipur für seine Textilkunst bekannt.

Auf dem Weg nach Jaipur besuchten wir zunächst den sogenannten Affentempel (Galta Ji). Der Tempelkomplex liegt zwischen Hügeln außerhalb der Stadt und ist für seine zahlreichen freilebenden Affen bekannt. Gleichzeitig handelt es sich um einen bedeutenden hinduistischen Pilgerort mit mehreren Tempeln und Wasserbecken.

Ein eher ungewöhnliches, aber sehr interessantes Erlebnis war der Besuch eines Bollywood-Films im traditionsreichen Golcha Cinema. Bollywood-Filme gehören zu den wichtigsten Bestandteilen der indischen Popkultur. Die Begeisterung des Publikums im Kinosaal war deutlich intensiver als das, was wir aus Deutschland gewohnt sind. Da der Film nicht auf Englisch synchronisiert war, war es für uns zwar etwas schwieriger der Handlung zu folgen, aber schon alleine die Vibes waren der Erfahrung wert. Die Kunstform Film hat in Indien ganz eigene gestalterische Elemente und wirkt wesentlich lebendiger als klassisch westliche Produktionen. Ob einem dieser Stil zusagt, muss jeder für sich selbst entscheiden, unterhaltsam war unser Bollywood-Erlebnis aber auf jeden Fall.

Außerdem besichtigten wir das Amber Fort, eine der bekanntesten Festungsanlagen Rajasthans. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente den Herrschern der Region als Residenz. Besonders beeindruckend waren die riesigen Mauern, die kunstvoll gestalteten Innenhöfe und die Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Das Fort vermittelte einen Eindruck von der Bedeutung und dem Reichtum der ehemaligen Rajputen-Herrscher.

Nach unserem Aufenthalt in Jaipur flogen wir am 11. Januar weiter nach Mumbai.

Eine Woche in Mumbai – Leben in Gastfamilien

Der zweite Teil unserer Reise stand ganz im Zeichen des eigentlichen Schüleraustauschs. Während unseres Aufenthalts lebten wir bei Gastfamilien und konnten dadurch den Alltag indischer Familien unmittelbar erleben.

Bereits am Ankunftstag wurden wir am Flughafen herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Viele von uns verbrachten den Abend gemeinsam mit ihren Austauschpartnern und deren Familien, machten Sport oder erkundeten die Stadt.

Montag

Am Montag wurden wir offiziell an der Bombay International School begrüßt. Nach einer Willkommenszeremonie erhielten wir einen Rundgang über das Schulgelände und bekamen einen ersten Eindruck vom indischen Schulsystem.

Anschließend besuchten wir die Jai Vakeel Foundation, eine Organisation, die Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen unterstützt. Der Besuch zeigte uns, wie Inklusion und Förderung in Indien umgesetzt werden. Es freute uns in diesem Rahmen eine Spende unserer Fairtrade AG an die Jai Vakeel Foundation überreichen zu können.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen nahmen wir an einem Bollywood-Tanzunterricht teil. Dem Tanzen kommt in Indien eine bedeutende kulturelle Rolle zu, weswegen es auch im Schulalltag einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland hat.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir den Babulnath-Tempel, einen der ältesten Hindu-Tempel Mumbais. Der Tempel ist dem Gott Shiva gewidmet und bietet zudem einen beeindruckenden Blick über Teile der Stadt.

Dienstag

Eines der Highlights der gesamten Mumbai-Woche war für viele von uns der Ausflug zur Insel Elephanta.

Die Insel liegt vor der Küste Mumbais und ist vor allem für ihre Höhlentempel bekannt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Tempelanlagen entstanden vermutlich zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert. Besonders beeindruckend waren die monumentalen Götter-Darstellungen, die aus dem Felsen herausgearbeitet wurden.

Da ich mich schon immer für Mythologien verschiedener Kulturen interessiert habe, gehörte dieser Tag zu meinen persönlichen Favoriten. Die Vielzahl an Geschichten und Symbolen rund um die hinduistischen Gottheiten machte die Besichtigung besonders spannend.

Mittwoch

Am Mittwoch erhielten wir einen tieferen Einblick in den Schulalltag unserer Austauschpartner.

Wir nahmen an einer Economics-Stunde teil und konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und indischen Unterricht beobachten. Anschließend besuchten wir einen Kunstworkshop, bei dem uns eine traditionelle lokale Kunstform vorgestellt wurde.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir den Chanakya Embroidery Workshop. Dort wird hochwertige Handstickerei für internationale Modehäuser hergestellt. Besonders beeindruckend waren die Präzision und Geduld, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft monatelang an den Kunstwerken arbeiten.

Donnerstag

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen gemeinsamer Freizeitaktivitäten mit unseren Austauschpartnern.

Im Willingdon Sports Club verbrachten wir den Tag beim Schwimmen, Tischtennisspielen und anderen sportlichen Aktivitäten. Solche gemeinsamen Unternehmungen waren eine wunderbare Gelegenheit, um neue Freundschaften zu knüpfen und unsere Austauschpartner besser kennenzulernen.

Freitag

Am letzten offiziellen Programmtag besuchten wir zunächst den ISKCON-Tempel in Chowpatty. Die ISKCON-Bewegung ist weltweit als Hare-Krishna-Bewegung bekannt und engagiert sich unter anderem für religiöse Bildung und soziale Projekte. Im Tempelinneren gab es viele Puppen und Figuren von Heiligen. Insbesondere in der Haupt-Zeremonienhalle gab es einen fast gänzlich vergoldeten und einer Göttin gewidmeten Schrein.

Anschließend nahmen wir an einer Yogastunde teil. Yoga hat seinen Ursprung in Indien und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil vieler spiritueller und gesundheitlicher Traditionen. Danach unternahmen wir einen Spaziergang in einer Parkanlage nahe der Schule.

Ein weiterer Programmpunkt war das Mani Bhavan Gandhi Sangrahalaya. Das ehemalige Wohnhaus Mahatma Gandhis dient heute als Museum und dokumentiert wichtige Stationen seines Lebens sowie seines gewaltfreien Widerstands gegen die britische Kolonialherrschaft.

Den Abschluss bildete eine feierliche Abschiedszeremonie mit Tanzaufführungen und gemeinsamen Erinnerungen an eine ereignisreiche Woche.

Neben dem offiziellen Programm verbrachten wir an allen Tagen viel Zeit mit unseren Gastfamilien und Austauschpartnern. Zu unseren Freizeitaktivitäten zählten Bowling, Pickleball, Basketball, Restaurantbesuche, Spaziergänge an der Promenade, Tuk-Tuk-Fahrten, Shoppingtouren und viele Gespräche über unseren Alltag in Deutschland und Indien.

Persönliche Eindrücke und Erkenntnisse

Die Reise war für mich vor allem eines: unglaublich eindrucksvoll. Es gab keinen langweiligen Moment. Besonders beeindruckt haben mich die enorme kulturelle Vielfalt, die jahrtausendealte Geschichte des Landes und die Offenheit vieler Menschen, denen wir begegnet sind.

Gleichzeitig wurden wir auch mit Herausforderungen konfrontiert. Die sichtbare Armut in den Großstädten war teilweise schockierend und machte deutlich, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in verschiedenen Teilen der Welt sein können. Auch die Luftqualität in manchen Städten sowie der oft chaotisch wirkende Straßenverkehr unterschieden sich sichtlich von dem, was wir aus Deutschland gewohnt sind.

Interessant war außerdem zu beobachten, welche Rolle Respekt und Hierarchien im indischen Alltag spielen. Älteren Menschen wird häufig eine besondere Wertschätzung entgegengebracht, die im täglichen Leben deutlich sichtbar ist. Besonders nah konnte ich das erleben, als ich die Ehre hatte, die Großeltern meines Austauschpartners kennen zu lernen. Wir setzten uns erst als die Großeltern bereits saßen, sie begannen und beendeten alle Gesprächsthemen. Dieses Erlebnis zeigte mir, dass Respekt gegenüber Älteren, vor allem wegen Ihrer Weisheit, eine wichtige Rolle spielt.

Beeindruckend fand ich, wie unterschiedlich Lebensrealitäten trotz ähnlichen Alters sein können. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Menschen auf der ganzen Welt oft viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Unsere Gastfamilien haben uns mit großer Herzlichkeit aufgenommen und uns vom ersten Tag an das Gefühl gegeben, willkommen zu sein.

Auch der Einblick in das indische Schulsystem empfand ich spannend. Neben klassischen Unterrichtsfächern spielen kreative Angebote wie Tanz, Yoga oder Schauspiel eine deutlich größere Rolle als an vielen deutschen Schulen.

Rückblickend hat uns der Austausch nicht nur neue Freundschaften ermöglicht, sondern auch unseren Blick auf andere Kulturen erweitert. Indien verfügt über eine faszinierende Geschichte sowie über eine enorme religiöse und kulturelle Vielfalt, die es zu entdecken gibt. Gerade für Menschen, die sich für Mythologie, Geschichte und Religion interessieren, bietet das Land eine unglaublich große Vielfalt an Erzählungen und Traditionen.

Die Erfahrungen, Begegnungen und Freundschaften dieser zwei Wochen werden uns allen noch lange in Erinnerung bleiben und zeigen, wie wertvoll internationale Begegnungen für das gegenseitige Verständnis sein können. Allen zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe kann ich absolut empfehlen am kommenden Indienaustausch teilzunehmen; es lohnt sich.

Text: Johann S.

Rückbesuch der BIS Mumbai am Wirtschaftsgymnasium West vom 11. – 18.04.2026

Nach unserem eigenen Aufenthalt in Indien war es endlich so weit: Unsere indischen Austauschpartner*innen kamen zu uns nach Deutschland! Am Samstag, dem 11.04.2026, haben wir sie am Stuttgarter Hauptbahnhof empfangen – der Start in eine Woche voller unvergesslicher gemeinsamer Erlebnisse.

Während der Samstag und der Sonntag ganz im Zeichen der Gastfamilien standen, begann ab Montag das offizielle Programm am WG West. Unsere Gäste begleiteten uns in unseren Schulstunden, bekamen eine Schulhausführung und konnten so unseren Schulalltag hautnah miterleben. Anschließend sorgte eine Stuttgart-Schnitzeljagd für Action und gute Stimmung – eine perfekte Mischung aus Teamwork und Spaß.

Am Dienstag ging es früh los in Richtung Schwarzwald. Unser erstes Ziel war der Mummelsee – allerdings zeigte sich dieser von seiner mystischen Seite: dichter Nebel statt Panorama. Trotzdem (oder gerade deswegen) hatte der Ort eine ganz besondere Atmosphäre und begeisterte unsere indischen Austauschgäste. Danach ging es weiter nach Baden-Baden, eine der berühmtesten Kurstädte Europas. Bei unserer gemeinsamen Stadterkundung konnten wir eine ideale Mischung zwischen Kultur und Natur erleben.

Am Mittwoch stand nach dem gemeinsamen Besuch des Unterrichts ein Ausflug nach Ludwigsburg auf unserem Programm. Durch den Favoritepark spazierten wir zum Schloss Ludwigsburg, wo wir die „Klassische Schlossführung Herzog“ in englischer Sprache hatten. Unsere indischen Austauschpartner*innen und wir waren insbesondere von den barocken und klassizistischen Räumen des Residenzschlosses Ludwigsburg sowie der Bildergalerie mit ihren Deckenfresken und Porträts fasziniert.

Ein echtes Highlight folgte am Donnerstag mit unserer Betriebsbesichtigung bei Porsche. Diese ermöglichte uns nicht nur spannende Einblicke in die Produktion und die Technik, sondern auch eine praktische Verknüpfung mit unserem wirtschaftswissenschaftlichen Theoriewissen. Der anschließende Museumsbesuch bot unseren Austauschpartner*innen und uns ein vertieftes Eintauchen in die Porsche-Welt sowie ein ganz besonderes Erlebnis: Das Probesitzen in einem Porsche 911.

Am Freitag war leider schon unser letzter gemeinsamer Schultag gekommen. Nach dem gemeinsamen Unterricht konnten unsere Gäste und wir Stuttgart bei bestem Wetter auf dem Fernsehturm von der Vogelperspektive aus erkunden.

Bei der daran anschließenden Abschlussfeier am WG West herrschte gute Stimmung, denn unsere gemeinsame Woche war ein ganz besonderes Erlebnis gewesen. Unsere Austauschpartner*innen und wir haben es sehr genossen, gemeinsam unterwegs zu sein, Stuttgart zu entdecken und einfach Zeit miteinander zu verbringen.

Am Samstagmorgen hieß es dann leider schon Abschied nehmen. Am Stuttgarter Hauptbahnhof verabschiedeten wir unsere Gäste – das Ende einer intensiven, erlebnisreichen Woche voller Ausflüge, neuer Eindrücke und unvergesslicher Momente.

Unser Austausch mit der Bombay International School wird uns allen in bester Erinnerung bleiben.

Text: Emelie M. & Paula L.

JG1/2 und JG1/4 im Kunstmuseum Stuttgart – Workshop „Märchen, Macht und Männlichkeit“

By Allgemein, WG

Am 03.07.2026 besuchte der Deutschkurs der JG1/2+4 von Herrn Kölblin den Workshop „Märchen, Macht und Männlichkeit“ im Kunstgebäude Stuttgart, angeboten im Rahmen der Ausstellung „Das kalte Herz“. Die Ausstellung stellt Wilhelm Hauffs gleichnamiges Schwarzwald Märchen von 1827 erstmals in den Dialog mit zeitgenössischer Kunst und nutzt den Märchenstoff als Ausgangspunkt, um Themen wie Identität, Gier und emotionale Isolation vor dem Hintergrund von Industrialisierung und Kapitalismus zu reflektieren.

Der dreistündige Workshop ging der Frage nach, was „Mann-sein“ heute bedeutet und wie Vorstellungen von Männlichkeit durch gesellschaftliche Erwartungen, Rollenbilder und zunehmend durch soziale Medien geprägt werden. Ausgehend von den ausgestellten Kunstwerken, dem Märchenstoff und aktuellem Social-Media-Content wurde diskutiert, welche Bilder von Stärke, Erfolg und Empathie unser Denken bestimmen und wie sich Geschlecht als soziales Konstrukt verstehen lässt. Der Ablauf gliederte sich in drei Teile: eine geführte Tour durch die Ausstellung, eine Diskussionsrunde zu vorhandenen Rollenbildern sowie einen kreativen Abschluss, in dem die Schüler:innen eigene Positionen künstlerisch verarbeiten konnten.

Insgesamt war es ein bereichernder Nachmittag, der zeigte, wie aktuell ein über 200 Jahre altes Märchen noch sein kann, wenn man es mit den richtigen Fragen an die Gegenwart heranträgt.

Text und Bilder: KOE

Exkursion nach Marbach

By WG
Die Deutschkurse der JG1/2 und JG1/4 waren auf Exkursion in die Schillerstadt Marbach.
Der Kurs im erhöhten Niveau besuchte einen Workshop im Literaturmuseum der Moderne zum Thema Franz Kafka als Vorbereitung auf die Beschäftigung mit der Pflichtlektüre „Die Verwandlung“. Im Anschluss ergab sich die Möglichkeit, dass einige Interessierte auch noch einen Blick in die aktuelle Rilke-Ausstellung werfen konnten.
Der Kurs im grundlegenden Niveau beschäftigte sich im Schiller-Nationalmuseum mit dem Thema „Reisen“ in der deutschen Literatur.
Außerdem haben wir zu Beginn einen Blick ins berühmte Literaturarchiv und auf dem Rückweg einen Blick auf Schillers Geburtshaus geworfen.

Austausch mit der Partnerschule aus Mallorca

By WG

Die Emili-Darder-Schule aus Palma war zu Gast am WG West. Zur Begrüßung fand ein gemeinsames Willkommensfrühstück statt. Am darauffolgenden Tag besuchten unsere Gäste das Mercedes-Benz Museum. Der Austausch bot allen Beteiligten interessante Einblicke und schöne gemeinsame Erlebnisse.

Text und Bilder: Estefania Ferez Bernal

Bundesweiter Vorlesetag

By WG
Am 21. November wurde der bundesweite Vorlesetag unter dem diesjährigen Motto: „Vorlesen spricht deine Sprache“ erneut veranstaltet. Auch unsere Schule hat wieder daran teilgenommen und alle Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen haben verschiedene Einrichtungen wie Kindergärten, Grundschulen, Horteinrichtungen, Jugendhäuser oder Seniorenheime besucht, um ausgewählte Lektüren vorzulesen. Auch in diesem Jahr hat uns das Projekt gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungen sind. Vor allem die gespannten und fröhlichen Reaktionen der Kinder, sowie die herzliche Art der Seniorinnen und Senioren, haben uns verdeutlicht, dass sie die gemeinsame Zeit und das Vorlesen als schöne Abwechslung im Alltag sehr geschätzt haben. Aus diesem Grund haben viele den Wunsch, dass diese schöne Tradition im kommenden Jahr fortgesetzt wird.

Text und Bilder: Melina E2

News von der Schulsozialarbeit

By WG

Der Newsletter für den November 2025 der Jugendsozialarbeit berichtet über den erfolgreichen Start ins neue Schuljahr mit zahlreichen Beratungen und neuen Schüler:innen. Es fanden bereits Klassen- und Einzelgespräche sowie Workshops zu Themen wie „Knigge“, Selbstmanagement, Respekt und Stressbewältigung statt. Der Projekttag „Studien- und Berufswahl“ am 23.09.2025 bot spannende Einblicke in verschiedene Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, unter anderem durch den Partnerbetrieb Brillux. Zudem informiert der Newsletter über das Angebot „Auszeit“, das Schüler:innen in belastenden Situationen unterstützt.
Freut euch auf spannende Veranstaltungen der Jugendsozialarbeit in den nächsten Monaten, darunter der Zukunftstag am 29.01.2026, die Präventionswoche im Februar sowie das Weihnachtscafé am 17.12.2025.

Gedenkstättenfahrt der JG2-Klassen 

By WG

Am Dienstag, 23.09. haben die JG2-Klassen des WG West zum Gedenken an die Verfolgung und Vernichtung von Minderheiten und Andersdenkenden im NS-Unrechtsstaat eine Exkursion zur Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass im Rahmen des GGK-Unterrichts unternommen. Dafür wurde ein Bus angemietet, der die rund 40 Schülerinnen und Schüler, begleitet von ihren GGK-Lehrkräften, an das entlegene Lager in den Vogesen, nahe der Deutschen Grenze, brachte.

Mit zunehmenden Höhenmetern wurde der Nebel im Gebirge immer dichter und schließlich so dicht, dass die Sicht keine einhundert Meter weit reichte und das gesamte Lagergelände nicht auf einen Blick erkennbar war. Hinzu kam stürmischer Wind und eiskalter Dauerregen. Das Wetter ließ erahnen, wie lebensfeindlich der Ort sein konnte.

Das Lager Natzweiler-Struthof wurde am 1. Mai 1941 eröffnet, nachdem die Nationalsozialisten im annektierten Elsass ein Vorkommen von rosa Granit gefunden hatten, den die Häftlinge im nahegelegenen Steinbruch abzubauen hatten. Später wurden hier pseudo-medizinische Versuche an Menschen durchgeführt und zu Versuchszwecken eine Gaskammer eingerichtet. 52.000 Deportierte wurden zwischen 1941 und 1945 aus über 30 verschiedenen Nationen nach Natzweiler und in seine Außenlager verschleppt. Etwa 17.000 haben das Lager nicht überlebt.

Die Auseinandersetzung mit dem Horror, der in Natzweiler-Struthof und seinen Außenlagern begangen wurde, beschäftige die Schülerinnen und Schüler sichtlich. Dementsprechend ruhig und bedrückt war die Stimmung im Bus bei unserer Weiterfahrt nach Strasbourg. Dort konnte man bei einem Kaffee in einer französischen Boulangerie (oder auch in einem der zahlreichen Burger Restaurants…) die Eindrücke verarbeiten.

Text und Bilder: Tobias Kölblin

Leise Stimmen, lauter Schmerz

By WG

Rückblick auf das letzte Schuljahr: Ein bewegender Theaterbesuch – Der Ethikkurs der E1 besucht „And Now Hanau“

Der Ethikkurs der E1 unter der Leitung unserer Lehrerin Tajana Klein hat sich in diesem Frühjahr intensiv mit dem Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, ihrer Bedeutung sowie aktuellen Fällen, an denen sie sich festmachen lässt, auseinandergesetzt.
Ein tragisches Beispiel hierfür ist der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020, bei dem neun Menschen bei Angriffen auf drei Bars und einen Kiosk getötet wurden.

Um ein tieferes Verständnis für die Situation, die Folgen und den Schmerz der Angehörigen der Opfer – sowie für das Versagen staatlicher Stellen – zu erlangen, besuchten wir am 3. April eine Aufführung des Dokumentartheaterstücks „And Now Hanau“ am Theaterhaus in Stuttgart-Feuerbach.
Vor dem Theaterbesuch erhielten wir bei uns am WG West eine exklusive Einführung durch Raluca Urea, der Regieassistentin des Stücks. Wir wurden über Besonderheiten der Aufführung informiert, bekamen einen Plan der Tribüne und hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Das Stück verzichtete bewusst auf eine Darstellung des Täters (dessen Name auch nicht genannt wurde – ein Aspekt, den wir sehr wichtig fanden, um keine Bühne für den Täter zu schaffen und stattdessen den Fokus auf die Opfer zu richten). Die Inszenierung gewährte Einblicke in das Leben der Betroffenen vor und während des Anschlags – bis ins kleinste Detail.

Die Bühne war kreisförmig gestaltet, Tische markierten den Bühnenrand, an denen die Zuschauer:innen Platz nahmen. Die Atmosphäre erinnerte an eine Konferenz. An den freien Stühlen befanden sich Namensschilder zur Erinnerung an die Opfer – ein stilles, aber eindrucksvolles Gedenken. Auch die Schauspieler:innen saßen unter uns. Nach einer kurzen Einführung durch den Theaterleiter, Werner Schretzmeier, begann das Stück.

Die Aufführung überzeugte durch ihren dokumentarischen Charakter und die Form der Darstellung: präzise, einfühlsam, erschütternd. Fünf beeindruckende Darsteller:innen vermittelten ein breites Spektrum an Emotionen. Manche von uns weinten, viele waren tief erschüttert. Gezeigt wurden unter anderem ein Interview mit einem Überlebenden, Bilder der Tatorte sowie der detaillierte Grundriss einer der Bars, in denen die Morde stattfanden.

So leise und sachlich der Ton und die Stimmen, die an diesem Abend von der Bühne zu hören waren, wirkten, so laut und nachdrücklich kam dabei der Schmerz der Opferfamilien zum Ausdruck.

Nach rund anderthalb Stunden endete die Aufführung. In den darauffolgenden zwanzig Minuten hatten wir die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Eindrücke miteinander zu teilen. „And Now Hanau“ hat die Tragödie auf eindrucksvolle Weise greifbar gemacht – persönlicher und berührender, als es eine reine Medienberichterstattung je könnte. Die Inszenierung ging respektvoll mit dem schwierigen Thema um und gab vor allem den Familien der Opfer eine Stimme, die über ihre Erfahrungen und den Umgang mit den staatlichen Institutionen berichteten.
Wer sich intensiver mit dem Anschlag von Hanau und seinen Folgen auseinandersetzen möchte, dem können wir, der Ethikkurs der E1, „And Now Hanau“ nur wärmstens empfehlen.

Bild 1: Mit freundlicher Genehmigung des Theaterhauses/Foto: Martin Kemeter
Text & Bilder 2 und 3: Deyvid Petrov

Besuch des Landtags der E2

By WG

Am 24. Juli unternahm die Klasse E2 einen Ausflug zum Landtag Baden-Württemberg in Stuttgart. Begleitet wurden wir von unseren Lehrkräften Frau Schimek, Herr Bittner und Herr Kölblin.

Der Landtag ist das Landesparlament von Baden-Württemberg. Dort werden Gesetze beschlossen, die Landesregierung kontrolliert und wichtige politische Entscheidungen für das Bundesland getroffen.

Zu Beginn unseres Besuchs erhielten wir eine kurze Einführung durch den Besucherdienst, bei der uns grundlegende Informationen über die Aufgaben und die Arbeitsweise des Landtags vermittelt wurden. Anschließend durften wir eine Plenarsitzung mitverfolgen. Dabei konnten wir eine lebhafte Debatte zwischen den Abgeordneten miterleben und einen direkten Eindruck von parlamentarischer Arbeit gewinnen.

Den Abschluss bildete eine Fragestunde mit vier Abgeordneten verschiedener Parteien. Dort hatten wir die Gelegenheit, unsere im Vorfeld vorbereiteten Fragen zu stellen und spannende Einblicke in politische Positionen und den Arbeitsalltag von Abgeordneten zu erhalten.

Abgerundet wurde unser Besuch mit einem kurzen Spaziergang durch das historische Zentrum Stuttgarts.

Text und Bild: Tobias Kölblin

Rede des diesjährigen Scheffel-Preisträgers Nestor Kelling

By WG

Der Scheffel-Preis wird jährlich von der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe an Abiturientinnen und Abiturienten mit herausragenden Leistungen im Fach Deutsch verliehen.
Lesen Sie Nestor Kellings Preisträgerrede – und überzeugen Sie sich selbst, warum dieser Preis mehr als verdient ist.

„Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schulleitung, liebe Eltern und Gäste,

ich freue mich heute hier zu stehen, diesen Preis entgegenzunehmen, aber viel mehr über die Möglichkeit ein paar Worte an Sie richten zu dürfen.
Zu Beginn danke ich dem Wg West, ich habe mich in den letzten 3 Jahren immer gut aufgehoben gefühlt insbesondere aufgrund der guten Lehrer*innen, die auf dem Weg zum Abitur ein Stück weit mit dafür gesorgt haben, dass dieser Weg gangbar blieb.
Besonders danke ich meinem Deutschlehrer Herr Kölblin. Sie haben stets ein Klima gefördert, in welchem der Unterricht eher wie ein Gedankenaustausch wirkte und in welchem man sich frei entfalten konnte, dafür bedanke ich mich bei Ihnen!

Besonders deutlich wurde mir das in der Unterrichtseinheit zu Katharina Hackers Habenichtse. Dieses Werk, das als postmoderne Erzählung von Selbstentfremdung und innerem Verlust gelesen werden kann, ließ mich erkennen: Unser aller Gedanken ähneln sich oft mehr, als wir glauben. Was uns unterscheidet, sind nicht unsere Fragen – sondern die Bedingungen, unter denen wir sie stellen. Wie die Figuren des Romans, die sich in einem geordneten Leben dennoch verloren fühlen, wurde mir klar, wie sehr äußere Umstände unser Inneres formen.

Denn ich denke, dass viele diesen Preis ebenso verdient hätten wie ich: Diejenigen, die sich oft durchkämpfen mussten. Diejenigen, denen das Lernen nicht leicht fiel, nicht weil sie weniger klug wären, sondern weil die Umstände sich unterscheiden.

Ich denke an Mitschülerinnen und Mitschüler, die neben der Schule gearbeitet haben. An diejenigen, die mit Ängsten gelebt haben oder mit Sorgen, die in keinem Schulbuch standen. Ich denke an die Stillen, die vielleicht nie mit ihren Texten aufgefallen sind, aber mitgedacht haben. Und an die, die oft das Gefühl hatten, sie sprächen nicht die richtige Sprache – aber trotzdem nicht aufgehört haben, nach Worten zu suchen.

All jene sollen hier sichtbar werden – und gewürdigt. Denn Sprache ist nicht nur ein Werkzeug für gute Noten. Sprache ist auch eine Form des Überlebens. Wer sich Worte schafft, schafft sich einen Raum. Wer schreibt, obwohl niemand zuhört, glaubt an sich. Wer Literatur ernst nimmt, erkennt sich selbst – und oft auch den Schmerz anderer. Genau in unserem Deutschunterricht wurde der Raum geöffnet, in dem solche Gedanken wachsen konnten.

Ich erhalte heute diesen Preis – ja. Aber was mich trägt, ist nicht nur ein Text oder eine Klausur. Es sind all die Stimmen um mich herum. Und genau ihnen möchte ich diesen Preis widmen. Denn Literatur lebt nicht vom Einzelnen, sondern von dem, was zwischen uns entsteht – wenn wir zuhören, lesen, einander verstehen wollen.

Ich hoffe, dass diese Stimmen immer im Kanon weiterreden und nicht zu einer verstummen.

Vielen Dank.“