Die Ethik-Klasse BK1 besuchte die Kirche St. Maria, um bei der Essensausgabe für bedürftige Menschen mitzuhelfen und die Mitarbeiter vor Ort zu unterstützen. Die Ausgabe findet täglich ungefähr von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr statt.
Während unseres Einsatzes konnten wir viele Erfahrungen sammeln. Wir haben gelernt, dass ganz unterschiedliche Menschen auf diese Hilfe angewiesen sind: ältere Menschen, deren Rente nicht ausreicht, Menschen ohne festen Wohnsitz sowie weitere Personen, die sich eine warme Mahlzeit sonst nicht leisten können.
Alle Besucher waren sehr freundlich und dankbar. Uns wurde deutlich, dass auch arme Menschen ein Recht auf eine warme Mahlzeit und respektvolle Behandlung haben.
Direkt neben der Kirche befindet sich außerdem „Harrys Bude“. Dort werden – seit Beginn der Corona-Zeit – Lebensmittel und Waren verteilt, die Supermärkte nicht mehr verkaufen können. Diese werden kostenlos an bedürftige Menschen weitergegeben. Die Arbeit dort wird vollständig ehrenamtlich organisiert. Auch hier haben wir sehr freundliche und engagierte Mitarbeiter kennengelernt.
Durch unseren Einsatz haben wir verstanden, dass man nicht nur wegen des Geldes arbeiten muss, um Freude an einer Tätigkeit zu haben. Helfen kann auch sehr erfüllend sein. Einige Schülerinnen und Schüler unserer Klasse haben sich deshalb freiwillig für weitere Termine eingetragen, um weiterhin zu unterstützen. Jeder kann dort helfen – eine Mitgliedschaft oder ein Vertrag ist nicht nötig. Man trägt einfach seinen Namen in die Liste ein und kommt zum vereinbarten Termin.
Wir empfehlen allen, diese Möglichkeit zu nutzen und selbst einmal mitzuhelfen.
Viele Grüße
BK1 Ethik-Klasse
Text und Bilder: Emily Mattes
Am Mittwoch, 4. Februar waren wir mit unserer Religionsgruppe in der Leonhardtskirche. Dort haben wir einen besonderen Einblick in das Leben vieler bedürftiger Menschen bekommen. Wir haben mit vielen Besucherinnen und Besuchern gesprochen und erfahren, wie es dazu kam, dass sie die Angebote der Vesperkirche nutzen. Die Gespräche waren sehr bewegend, da jeder eine andere hat.
Außerdem hat uns Herr Bruker das gesamte Projekt genauer erklärt. Wir haben gelernt, dass die Vesperkirche viel mehr ist als nur ein Ort zum Essen. Jeden Tag sind Ärzte vor Ort, die medizinische Hilfe anbieten. Montags kommen ein Friseur und eine Fußpflege, sodass sich die Menschen kostenlos oder sehr günstig pflegen lassen können. Das Essen kostet nur 1,50 Euro, und wer kein Geld hat, bekommt trotzdem Essen und kann danach freiwillig nachzahlen.
Es gibt auch ein Kulturprogramm: Jeden Sonntag kommen Musiker, und verschiedene Projekte werden organisiert. Viele dieser Angebote werden von Unternehmen wie zum Beispiel von Daimler unterstützt. Es helfen circa 800 Auszubildende von Daimler eine Woche lang mit. Auch der VfB ist ein Hauptsponsor der Vesperkirche. Was uns auch erzählt wurde,es kommen regelmäßig Politiker. Am Mittwoch war Dr.Frank Nopper da und hat bei der Essensausgabe geholfen,Gespräche geführt und Muffins von der Stadt Stuttgart verteilt.
Damit genug Platz für alle ist, wird die Kirche an zwei Tagen umgebaut, damit ein großer Essensbereich entstehen kann.
Insgesamt war der Besuch in der Leonhardskirche für uns eine sehr eindrucksvolle und lehrreiche Erfahrung. Wir haben nicht nur viel über die Arbeit der Vesperkirche gelernt, sondern auch verstanden, wie wichtig Zusammenhalt, Mitmenschlichkeit und gegenseitiger Respekt sind. Die Begegnungen mit den Menschen haben uns gezeigt, dass hinter jedem Schicksal eine eigene Geschichte steckt. Dieser Tag hat uns nachdenklich gemacht und uns deutlich vor Augen geführt, wie wertvoll solche Projekte für unsere Gesellschaft sind.
Text und Bilder: Laura & Veronika (BK1/6)











